Marken

ReSound Hörgeräte: die Marke für Konnektivität und Streaming

ReSound gilt als einer der Vorreiter beim direkten Streaming aufs Smartphone. Hier liest du, wofür die dänische Marke aus der GN-Gruppe steht, was ihr Klang- und Technikkonzept ausmacht, welche Geräte es gibt, was die Kasse zahlt und wie du ein ReSound-Gerät sinnvoll absicherst.

Hersteller

Wer ist ReSound?

ReSound ist ein dänischer Hörgerätehersteller und Teil der GN-Gruppe, einem Unternehmen mit langer Geschichte in Telekommunikation und Audio. Diese Herkunft prägt die Marke bis heute: Während andere Hersteller aus der reinen Hörgeräte-Akustik kommen, denkt ReSound das Hörgerät konsequent als vernetztes Gerät, das eng mit Smartphone, Apps und anderen Tonquellen zusammenspielt.

Genau daraus erklärt sich der Ruf der Marke. ReSound zählte zu den ersten Herstellern, die Ton direkt und stabil vom Smartphone in die Hörgeräte gebracht haben, früh über den Standard „Made for iPhone". Wer viel telefoniert, Musik hört oder sein Gerät gern per App steuert, landet bei ReSound schnell in einem stimmigen Konzept.

Kurz gesagt: ReSound ist die Marke für Menschen, die Wert auf Konnektivität, Streaming und eine durchdachte App-Steuerung legen.
Signatur

Wofür ReSound technisch steht

Vier Schwerpunkte ziehen sich durch die Modellpalette. Welche Funktionen ein konkretes Gerät mitbringt, hängt von Plattform und Preisklasse ab.

Direktes Streaming

Telefonate, Musik und Apps landen direkt in den Hörgeräten, früh über „Made for iPhone" etabliert.

App-Steuerung

Programme, Lautstärke und Klangprofile lassen sich komfortabel per Smartphone-App regeln.

Natürliches Richtungshören

Ein Konzept mit zusätzlichem Mikrofon im Ohr nutzt die Form deiner Ohrmuschel mit.

Moderne Funkstandards

Neuere Generationen unterstützen Bluetooth LE Audio und den Empfang von Auracast-Audio.

Vor allem das Streaming und die Verbindung zum Smartphone sind das Markenzeichen. Wenn du wissen willst, wie das technisch funktioniert und worauf es bei der Verbindung ankommt, lies unseren Ratgeber zu Bluetooth-Hörgeräten.

Klang

Das Mikrofon im Ohr: natürlicheres Richtungshören

Ein wiederkehrendes Thema bei ReSound ist das natürliche Raum- und Richtungsgefühl. Einige Modelle setzen dafür neben den üblichen Mikrofonen am Gehäuse ein zusätzliches Mikrofon direkt in den Gehörgang. Die Idee dahinter: Schall, der über deine eigene Ohrmuschel eintrifft, wird mitgenutzt, statt nur über ein Mikrofon oberhalb des Ohrs aufgenommen zu werden.

Das kann helfen, Schallquellen natürlicher zu orten und das Hören weniger „technisch" wirken zu lassen. Wie deutlich der Effekt für dich spürbar ist, hängt aber von deiner Ohranatomie, deinem Hörverlust und vor allem der Anpassung beim Akustiker ab. Pauschal „besser" ist kein Klangkonzept, entscheidend ist, wie gut es zu deinem Hörprofil passt.

Geräte

Die Bauformen von ReSound

ReSound deckt alle gängigen Bauformen ab. Welche zu dir passt, hängt von Hörverlust, Handhabung und Optik ab, mehr dazu im Überblick der Hörgeräte-Arten:

  • Geräte mit externem Hörer (RIC): die diskrete, meistgewählte Bauform, ideal für Streaming und Akku.
  • Hinter-dem-Ohr-Geräte: kräftiger, auch für stärkeren Hörverlust geeignet.
  • Im-Ohr-Geräte: maßgefertigt, sitzen ganz im Gehörgang und fallen kaum auf.
  • Modelle mit Mikrofon im Ohr: für ein natürlicheres Richtungshören, wie oben beschrieben.

Viele aktuelle Modelle gibt es wahlweise mit Akku und mit Bluetooth für Streaming und Telefonie. Die Plattform- und Modellnamen wechseln über die Jahre, das Grundkonzept rund um Konnektivität bleibt.

Passt zu dir?

Für wen ReSound besonders interessant ist

ReSound spielt seine Stärken vor allem dann aus, wenn dein Alltag digital vernetzt ist:

  • Du telefonierst viel und möchtest Gespräche direkt in den Hörgeräten hören.
  • Du streamst gern Musik, Podcasts oder Videoton aufs Ohr.
  • Du steuerst Technik lieber selbst per App, statt nur über Tasten am Gerät.
  • Du nutzt ein iPhone oder Android-Smartphone und willst es eng mit dem Hörgerät verbinden.
  • Dir ist ein natürliches Raumgefühl wichtiger als der maximal lauteste Klang.

Trifft das wenig auf dich zu, heißt das nicht, dass ReSound die falsche Wahl ist, andere Marken haben andere Schwerpunkte. Es zeigt nur: Den größten Mehrwert holst du aus ReSound heraus, wenn du die Konnektivität auch nutzt.

Einordnung

Marke ist nicht alles

So spannend die Technik klingt: Welches Gerät am besten zu dir passt, entscheidet sich weniger an der Marke als an deinem Hörprofil und der Anpassung beim Akustiker. ReSound, Phonak, Oticon, Signia und Co. bauen alle gute Geräte in jeder Preisklasse, mit unterschiedlichen Stärken. ReSound punktet bei Konnektivität, andere bei Sprachverstehen im Störlärm oder bei besonders kleinen Bauformen.

Wichtiger als der Name auf dem Gehäuse ist die saubere Einstellung deines Geräts und ob du damit im Alltag gut hörst. Dieser Artikel ist eine herstellerunabhängige Einordnung, keine Kaufberatung und kein Ersatz für eine Anpassung beim Fachakustiker.

Kosten

Was ReSound-Geräte kosten und was die Kasse zahlt

1.500–3.500 €typische Spanne höherwertiger Geräte pro Ohr
~685 €Festbetrag der gesetzlichen Kasse pro Ohr
~6 Jahrebis zum nächsten Kassenzuschuss

Wie bei jedem Hersteller reicht die Spanne vom zuzahlungsfreien Kassengerät bis zum Premium-Modell mit mehreren Tausend Euro. Die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich mit dem Festbetrag, die Differenz trägst du als Eigenanteil. Einen neuen Zuschuss gibt es in der Regel erst nach rund sechs Jahren. Den vollständigen Überblick liest du im Ratgeber zu den Hörgeräte-Kosten.

Absichern

ReSound-Gerät gekauft? Dann auch schützen

Je höherwertig dein ReSound-Gerät, desto höher dein Eigenanteil und dein Risiko bei Verlust oder Defekt. Gerade die kleinen, vernetzten Bauformen gehen unterwegs schnell verloren oder bekommen Feuchtigkeit ab. Den Schaden trägst du ohne Versicherung selbst, und auf den nächsten Kassenzuschuss wartest du rund sechs Jahre.

Eine Hörgeräteversicherung schützt diesen Eigenanteil ab etwa 3 EUR im Monat, herstellerunabhängig, gegen Verlust, Diebstahl, Sturz- und Feuchteschäden.

Schütze deinen Eigenanteil, bevor etwas passiert. Tarife vergleichen →
FAQ

Häufige Fragen zu ReSound-Hörgeräten

Was zeichnet ReSound aus?

ReSound ist ein dänischer Hörgerätehersteller und gehört zur GN-Gruppe, die ihre Wurzeln in der Telekommunikation und im Audio-Bereich hat. Aus dieser Herkunft erklärt sich der Schwerpunkt der Marke: Konnektivität, direktes Streaming aufs Smartphone und ein natürliches Raumgefühl beim Hören.

Wofür ist ReSound besonders bekannt?

ReSound gilt als einer der Vorreiter beim direkten Streaming auf das Smartphone, früh über den Standard „Made for iPhone". Telefonate, Musik und Apps landen so direkt in den Hörgeräten, und die Steuerung läuft komfortabel über eine eigene App.

Was bedeutet das zusätzliche Mikrofon im Ohr bei ReSound?

Einige ReSound-Modelle setzen neben dem Mikrofon am Gehäuse ein weiteres Mikrofon direkt in den Gehörgang. Dadurch nutzt das Gerät die natürliche Form deiner Ohrmuschel mit, was das Richtungshören und das Raumgefühl natürlicher wirken lassen kann. Wie stark der Effekt für dich ist, hängt von Ohranatomie und Anpassung ab.

Unterstützen ReSound-Hörgeräte moderne Bluetooth-Standards?

Aktuelle Hörgeräte-Generationen setzen zunehmend auf Bluetooth LE Audio und den Empfang von Auracast-Audio, etwa in Kinos, Bahnhöfen oder Vortragssälen. Ob ein konkretes ReSound-Modell das kann, hängt von Plattform und Baujahr ab. Frag im Zweifel deinen Akustiker, mehr Hintergrund findest du auch im Ratgeber zu Bluetooth-Hörgeräten.

Welche Bauformen bietet ReSound an?

ReSound deckt alle gängigen Bauformen ab: Geräte mit externem Hörer (RIC), klassische Hinter-dem-Ohr-Geräte und maßgefertigte Im-Ohr-Modelle. Viele aktuelle Geräte gibt es wahlweise mit Akku oder mit Batterie.

Für wen eignen sich ReSound-Hörgeräte?

Besonders gut passt ReSound zu Menschen, die viel telefonieren, streamen oder ihr Hörgerät eng mit Smartphone und Apps verbinden möchten. Wer Wert auf eine durchdachte App-Steuerung und stabile Konnektivität legt, findet hier ein stimmiges Konzept. Entscheidend bleibt aber immer dein persönliches Hörprofil.

Zahlt die Krankenkasse ein ReSound-Hörgerät?

Ja. Bei einer Hörminderung beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse mit dem Festbetrag von rund 685 EUR pro Ohr. ReSound bietet auch zuzahlungsfreie Kassengeräte. Für höherwertige Modelle zahlst du die Differenz als Eigenanteil.

Was kostet ein ReSound-Hörgerät?

Wie bei jedem Hersteller reicht die Spanne vom zuzahlungsfreien Kassengerät bis zum Premium-Modell. Höherwertige Geräte liegen meist zwischen 1.500 und 3.500 EUR pro Ohr. Die Kasse trägt davon den Festbetrag, den Rest zahlst du selbst.

Lohnt sich eine Versicherung für ein ReSound-Gerät?

Bei höherwertigen Modellen oft ja. Premium-Geräte kosten schnell mehrere Tausend Euro, und diesen Eigenanteil trägst du bei Verlust oder Defekt selbst. Einen neuen Kassenzuschuss gibt es erst nach rund sechs Jahren. Eine Hörgeräteversicherung deckt das Risiko herstellerunabhängig ab etwa 3 EUR im Monat ab.

Ist ReSound besser als andere Marken?

Nicht pauschal. ReSound, Phonak, Oticon, Signia und Co. bauen alle gute Geräte in jeder Preisklasse, jeweils mit eigenen Schwerpunkten. ReSound punktet beim Thema Konnektivität. Welches Gerät am besten zu dir passt, entscheidet sich aber an deinem Hörprofil und der Anpassung beim Akustiker, nicht am Markennamen.