Hörgerät finden

Hörgeräte kaufen und testen

Erst die passende Bauform und Marke wählen, dann Hörtest und Anspruch digital prüfen, moderne Geräte kostenlos zur Probe tragen und beim Akustiker vor Ort anpassen lassen. Hier findest du den ganzen Weg zum richtigen Gerät, von der ersten Orientierung bis zur Absicherung.

Gerät auswählen

Erst das passende Gerät finden

Bauform, Technik und Marke bestimmen Komfort und Preis. Verschaff dir vorab einen Überblick, bevor du testest und kaufst.

Kaufwege

Die drei Wege zum Hörgerät

Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern den, der zu deinem Hörverlust und deinem Alltag passt. Diese drei Modelle stehen dir offen, jedes mit eigenen Stärken.

Inhabergeführtes Fachgeschäft

Akustiker vor Ort

Der klassische Weg: persönliche Beratung, Anpassung und Nachsorge im selben Geschäft, oft über Jahre beim gleichen Ansprechpartner.

Dafür spricht

  • Persönliche Beratung und feste Bezugsperson
  • Nachsorge und Feinjustierung kurzfristig vor Ort
  • Direkter Vergleich mehrerer Geräte im Geschäft

Zu beachten

  • Marken- und Modellauswahl je nach Geschäft begrenzt
  • Preise und Aktionen unterscheiden sich stark
  • An Öffnungszeiten und Termine gebunden
Filialisten mit großem Netz

Akustiker-Ketten

Bundesweite Anbieter mit vielen Filialen, standardisierten Abläufen und häufig wechselnden Aktionen.

Dafür spricht

  • Dichtes Filialnetz, auch beim Umzug erreichbar
  • Standardisierte Abläufe und oft Aktionspreise
  • Breites Sortiment über mehrere Hersteller

Zu beachten

  • Ansprechpartner können wechseln
  • Beratungstiefe je nach Filiale unterschiedlich
  • Verkaufsdruck auf höherwertige Geräte möglich
Digitaler Einstieg, Akustiker im Netzwerk

Online-Anbieter & Vermittlung

Hörtest und Anspruch digital prüfen, Geräte per Post zur Probe tragen und für die Anpassung an einen Partner-Akustiker in der Nähe vermittelt werden.

Dafür spricht

  • Bequemer Einstieg von zu Hause, ohne Wartezimmer
  • Oft transparente Preise und Probetragen per Post
  • Anpassung über Partner-Akustiker vor Ort möglich

Zu beachten

  • Weniger persönlicher Erstkontakt
  • Nicht für jeden Hörverlust gleich gut geeignet
  • Feinanpassung teils per Fernbetreuung
Gut zu wissen: Egal welchen Weg du wählst, du behältst den Anspruch auf ein zuzahlungsfreies Kassengerät. Niemand darf dich zu einem teureren Modell drängen.
Kosten verstehen

Kassengerät zum Nulltarif oder Gerät mit Eigenanteil?

Die wichtigste Entscheidung beim Kauf ist nicht die Marke, sondern wie viel du selbst zuzahlst. Hier die beiden Pole im Überblick.

Jeder Akustiker ist verpflichtet, dir mindestens ein zuzahlungsfreies Festbetragsgerät anzubieten. Es ist vollständig über den Kassenzuschuss abgedeckt, technisch solide und für viele Hörsituationen ausreichend. Wer mehr Komfort, eine kleinere Bauform, Bluetooth oder eine besonders feine Geräuschunterdrückung möchte, zahlt für ein höherwertiges Gerät einen Eigenanteil dazu.

~685 €Kassen-Festbetrag pro Ohr
0 €Eigenanteil beim Nulltarif-Gerät
1.500–3.500 €höherwertiges Gerät pro Ohr

Lass dir immer beide Varianten zeigen und trage sie zur Probe. Oft hört man den Unterschied im Alltag weniger deutlich als erwartet. Wichtig ist die richtige Anpassung an dein Gehör, nicht der höchste Preis. Mehr Details zu Zuschuss und Eigenanteil findest du auf unserer Seite zu den Hörgeräte-Kosten.

Höherwertiges Gerät mit Eigenanteil gekauft?Schutz vergleichen →
Unsere Wege

So kommst du an dein Hörgerät

Drei Wege, ein Ziel: das richtige Gerät, fair finanziert über den Kassen-Festbetrag. Wähle den Einstieg, der zu dir passt.

  • Probetragen-Programm Hörgeräte kostenlos testen

    In zwei Minuten prüfen, ob du fürs kostenlose Probetragen geeignet bist.

    Eignung prüfen
  • Hörakustik digital Audiomee

    Hörtest, Anspruch und Versorgung digital prüfen, ohne Termin beim Akustiker vor Ort.

    Zu Audiomee
  • Online-Hörgeräte audibene

    Moderne Hörgeräte 30 Tage kostenlos zur Probe tragen, mit Partner-Akustikern in der Nähe.

    Zu audibene

Anzeige · Audiomee und audibene sind eigenständige Partner. Bei einem Abschluss über sie erhalten wir eine Provision, für dich bleibt der Preis gleich.

So läuft es

Vom Hörtest bis zum fertigen Gerät

Ein Hörgeräte-Kauf ist kein Spontankauf, sondern ein begleiteter Prozess. So sieht der typische Ablauf aus.

  1. Hörtest und Verordnung. Ein HNO-Arzt prüft dein Gehör und schließt behandelbare Ursachen aus. Mit der Verordnung steht dir der Kassenzuschuss zu.
  2. Anspruch und Modelle klären. Online-Hörtest oder Beratung beim Akustiker, dann die Einschätzung, welche Bauform und welche Geräte zu dir passen.
  3. Kostenlos zur Probe tragen. Moderne Geräte rund 30 Tage im echten Alltag testen, im Gespräch, draußen, im Restaurant, unverbindlich und gern mehrere im Vergleich.
  4. Feinanpassung. Der Akustiker justiert das Gerät auf dein Hörprofil, digital oder beim Partner-Akustiker in deiner Nähe. Mehrere Termine sind normal.
  5. Kauf und Nachsorge. Erst wenn du überzeugt bist, kaufst du. Danach folgen regelmäßige Kontrollen und Pflege.
  6. Absichern. Steht dein Gerät, sicherst du es gegen Verlust, Diebstahl und Beschädigung ab, gegen genau die Risiken, die die Kasse nicht trägt.
Vor dem Kauf

Worauf du beim Kauf achten solltest

Ein paar einfache Regeln schützen dich vor Fehlkäufen und unnötigem Eigenanteil.

  • Mehrere Geräte vergleichen Lass dir nie nur ein Modell zeigen. Teste verschiedene Bauformen und Preisklassen gegeneinander, inklusive des zuzahlungsfreien Geräts.
  • Im Alltag zur Probe tragen Ein paar Minuten im ruhigen Geschäft sagen wenig aus. Trage die Geräte in deinen typischen Hörsituationen, bevor du dich festlegst.
  • Nachsorge klären Frag, wie Anpassungstermine, Reparaturen und Wartung geregelt sind. Gute Nachsorge ist mehr wert als ein kleiner Preisvorteil.
  • Vertrag und Widerruf lesen Prüfe Preis, enthaltene Leistungen, Garantie und Widerrufsrecht in Ruhe. Beim Online-Kauf gilt in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht.
  • Eigenanteil hinterfragen Lass dir aufschlüsseln, welche Funktion den Aufpreis rechtfertigt. Nicht jedes Extra bringt dir im Alltag spürbar etwas.
Klartext

Mythen-Check rund um den Hörgeräte-Kauf

„Die Krankenkasse zahlt mein Hörgerät komplett."
Die Kasse zahlt nur den Festbetrag von rund 685 EUR pro Ohr. Höherwertige Geräte kosten ein Vielfaches, die Differenz trägst du selbst.
„Ein Nulltarif-Gerät ist immer schlecht."
Zuzahlungsfreie Festbetragsgeräte sind technisch solide und für viele Hörsituationen völlig ausreichend. Der Aufpreis lohnt sich erst bei besonderem Bedarf.
„Online kann man keine Hörgeräte kaufen."
Doch. Seriöse Online-Anbieter koppeln den digitalen Einstieg an einen echten Akustiker, der Anpassung und Nachsorge übernimmt.
„Beim teuersten Gerät höre ich am besten."
Entscheidend ist die richtige Anpassung an dein Gehör und deinen Alltag, nicht der Preis. Ein gut justiertes Mittelklassegerät schlägt ein schlecht eingestelltes Premium-Modell.
Danach

Gerät da, jetzt absichern

Je höher dein Eigenanteil, desto teurer wird ein Verlust oder Sturzschaden. Die Krankenkasse zahlt frühestens nach rund sechs Jahren erneut, und die Hausrat greift meist nur bei Einbruch zu Hause. Eine Hörgeräteversicherung deckt genau diese Lücke, ab 3 EUR im Monat, mit Reparatur oder Ersatzgerät im Schadensfall.

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Häufig gestellte Fragen

Hörgeräte kaufen: deine Fragen

Wo kann ich Hörgeräte kaufen?

Du hast im Wesentlichen drei Wege: beim inhabergeführten Akustiker vor Ort, bei einer der großen Akustiker-Ketten oder über einen Online-Anbieter mit Vermittlungsmodell. Online-Anbieter prüfen Hörtest und Anspruch digital und arbeiten für Anpassung und Nachsorge meist mit Partner-Akustikern in deiner Nähe zusammen. Welcher Weg passt, hängt von deinem Hörverlust, deinem Wunsch nach persönlicher Beratung und deiner Zeit ab.

Was kostet ein Hörgerät?

Moderne Hörgeräte kosten meist zwischen rund 1.500 und 3.500 EUR pro Ohr, Premium-Modelle mit Bluetooth und automatischer Geräuschanpassung liegen darüber. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festbetrag von aktuell rund 685 EUR pro Ohr, die Differenz ist dein Eigenanteil. Bei beidohriger Versorgung verdoppeln sich die Beträge.

Gibt es Hörgeräte wirklich zum Nulltarif?

Ja. Jeder Akustiker muss dir mindestens ein zuzahlungsfreies Festbetragsgerät anbieten, das vollständig über den Kassenzuschuss abgedeckt ist. Diese Geräte sind technisch solide und für viele Hörsituationen ausreichend. Mehr Komfort, kleinere Bauformen oder zusätzliche Funktionen kosten dann einen Eigenanteil.

Wie läuft ein Hörgeräte-Kauf ab?

In der Regel beginnt es mit einem Hörtest und einer ärztlichen Verordnung. Danach wählst du Bauform und Modell, trägst Geräte zur Probe im Alltag, lässt sie beim Akustiker fein anpassen und entscheidest dich erst dann für den Kauf. Nach dem Kauf folgen Nachsorge und regelmäßige Kontrollen.

Kann ich Hörgeräte vorher testen?

Ja, das Probetragen ist üblich und sinnvoll. Du trägst ein oder mehrere Modelle einige Wochen im echten Alltag, im Gespräch, im Restaurant, draußen, und vergleichst sie. Erst danach legst du dich fest. Viele Anbieter ermöglichen das Probetragen unverbindlich.

Brauche ich eine Verordnung vom Arzt?

Für den Kassenzuschuss ja: Eine HNO-ärztliche Verordnung bestätigt die medizinische Notwendigkeit. Der Arzt prüft auch, ob hinter der Schwerhörigkeit eine behandelbare Ursache steckt. Ein Online-Hörtest ersetzt diese Untersuchung nicht, sondern gibt nur eine erste Einschätzung.

Online-Anbieter oder Akustiker vor Ort, was ist besser?

Beides hat seine Berechtigung. Der Akustiker vor Ort punktet mit persönlicher Beratung und schneller Nachsorge ohne Versand. Online-Anbieter sind bequem, oft preistransparent und kombinieren digitalen Hörtest mit einem Partner-Akustiker für die Anpassung. Für einen einfachen bis mittleren Hörverlust funktionieren beide Wege gut, bei komplexem Hörverlust ist die enge Vor-Ort-Betreuung oft im Vorteil.

Kann ich ein gekauftes Hörgerät zurückgeben?

Während der Probephase entscheidest du dich noch nicht endgültig. Beim Fernabsatz, etwa über einen Online-Anbieter, gilt zudem in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Die genauen Bedingungen, Fristen und Rückgabemodalitäten stehen im Vertrag, lies sie vor dem Kauf in Ruhe durch.

Wie lange hält ein Hörgerät?

Hörgeräte sind in der Regel auf etwa fünf bis sechs Jahre Nutzungsdauer ausgelegt, was sich mit dem Versorgungszyklus der Krankenkasse deckt. Mit guter Pflege halten sie oft länger. Geht ein Gerät vorher durch Verlust, Sturz oder Wasser kaputt, zahlt die Kasse aber nicht erneut, diese Lücke schließt eine Hörgeräteversicherung.

Sollte ich mein neues Hörgerät versichern?

Sobald du einen spürbaren Eigenanteil bezahlt hast, ist eine Hörgeräteversicherung meist sinnvoll. Sie deckt Verlust, Diebstahl und Beschädigung ab, also genau die Risiken, die weder Kasse noch Hausrat zuverlässig tragen. Schon ab rund 3 EUR im Monat sicherst du dir im Schadensfall Reparatur oder Ersatzgerät.

Diese Seite bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine ärztliche oder akustische Beratung. Über die passende Versorgung entscheiden HNO-Arzt und Hörakustiker.

Hinweis: Audiomee und audibene sind eigenständige Unternehmen. Für Hörgeräte-Kauf, Probetragen und Anpassung gelten deren Konditionen, für die Versicherungsvermittlung die der vD versicherDich GmbH.