Hallesche Tarif AE: 1.100 € Jahresbudget für dein Hörgerät
Der Tarif AE der Hallesche (ALH Gruppe) erstattet Hilfsmittel — Hörgeräte ausdrücklich eingeschlossen — zu 100 % der Restkosten nach Kassen-Vorleistung, bis insgesamt 1.100 € jährlich. Das ist das höchste bezifferte Jahresbudget in unserem Marktüberblick. Wichtig: Die Leistung steckt nur in den Stufen AE.2 und AE.3 (Stand 10.08.2026).
Was der Tarif AE ist und welche Lücke er schließt
Der Tarif AE ist eine Krankheitskosten-Zusatzversicherung für gesetzlich Versicherte sowie für Personen mit Anspruch auf freie Heilfürsorge — etwa Polizistinnen und Feuerwehrleute. Er setzt bei der Anschaffung an: Die gesetzliche Kasse zahlt für ein Hörgerät nur einen Festbetrag von rund 685 € pro Ohr, in der Regel erst wieder nach einem Versorgungszyklus von etwa sechs Jahren. Moderne Geräte kosten aber 1.500 bis 3.500 € pro Ohr — die Differenz trägst du selbst.
Genau an diesem Eigenanteil beteiligt sich der Tarif AE. Hilfsmittel sind dabei nur eine von mehreren Leistungspositionen des Tarifblatts — für diese Seite zählt die Position II.5, in der Hörgeräte namentlich aufgeführt sind. Wie Festbetrag und Eigenanteil zustande kommen, liest du in den Ratgebern zur Krankenkassen-Erstattung und zu den Hörgeräte-Kosten.
100 % der Restkosten bis 1.100 € jährlich — so funktioniert es
Die Regelung steht in Position II.5 des Tarifblatts (PM 51u, „Tarif AE, Fassung Januar 2021"): Erstattet werden 100 % der nach Vorleistung der GKV oder der freien Heilfürsorge verbleibenden Aufwendungen für Hilfsmittel, bis zur Höhe von insgesamt 1.100 € jährlich. Hörgeräte werden dort wörtlich als Hilfsmittel aufgezählt — neben Bandagen, orthopädischen Schuhen und Einlagen, künstlichen Gliedern, Krankenfahrstühlen und Stützapparaten.
In der Praxis heißt das: Bei einem Gerät für 1.500 € bleibt nach dem Kassen-Festbetrag von rund 685 € ein Eigenanteil von etwa 815 € — das Jahresbudget deckt ihn vollständig. Bei einem Premium-Gerät für 3.500 € übernimmt der Tarif von rund 2.815 € Eigenanteil die vollen 1.100 € — der Rest bleibt bei dir.
| Merkmal | Regelung im Tarif AE |
|---|---|
| Hörgeräte | 100 % Restkosten bis 1.100 €/Jahr (AE.2/AE.3) |
| Tarifstufen mit Leistung | nur AE.2 und AE.3 — AE.1 ohne Hilfsmittel |
| GKV-Vorleistung | Pflicht — ohne Vorleistung entfällt die Erstattung |
| Zeitlogik | Jahresdeckel (insgesamt 1.100 €), kein Mehrjahres-Rhythmus |
| Wartezeit | allgemeine Wartezeit 3 Monate (§ 3 MB/KK 2009; im Tarif nicht erlassen) |
Alle Leistungsangaben laut Tarifblatt PM 51u, „Tarif AE, Fassung Januar 2021", und Produktseite der Hallesche, verifiziert am 10.08.2026. Maßgeblich sind die aktuellen Versicherungsbedingungen. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.
Jahresdeckel statt Mehrjahres-Rhythmus: die drei Punkte, die zählen
Der Tarif AE tickt anders als viele Hörgeräte-Zusatztarife: Statt eines Budgets „je Ohr alle 36 oder 60 Monate" gibt es einen jährlichen Höchstbetrag. Das ist bei den üblichen Versorgungszyklen ein Vorteil — der Anspruch entsteht jedes Jahr neu, nicht erst nach mehreren Jahren. Die Kehrseite: Im Anschaffungsjahr selbst ist bei 1.100 € Schluss, egal wie teuer das Gerät ist und ob du ein oder zwei Ohren versorgst.
- Höchstes dokumentiertes Hilfsmittel-Jahresbudget der Recherche (1.100 €/Jahr)
- Jahresdeckel statt Mehrjahres-Rhythmus — bei teuren Geräten wirkt der 1.100-€-Deckel pro Kalenderjahr
- Stufe AE.1 leistet NICHT für Hilfsmittel
Fair eingeordnet: Das Budget gilt insgesamt für alle Hilfsmittel zusammen — nicht je Ohr, nicht exklusiv für Hörgeräte. Wer im selben Jahr etwa auch orthopädische Einlagen einreicht, schöpft aus demselben Topf. Für die typische Hörgeräte-Versorgung mit Geräten der Mittelklasse deckt das Jahresbudget den Eigenanteil dennoch häufig vollständig ab.
Wo der Tarif AE Grenzen hat
Damit du fair vergleichen kannst, gehören auch die Einschränkungen auf den Tisch — alle direkt aus dem Tarifblatt bzw. den zugrunde liegenden Musterbedingungen:
- Wartezeit drei Monate. Der Tarif erlässt die allgemeine Wartezeit nicht — es gilt § 3 MB/KK 2009. Erlassen ist sie nur für vorübergehende Auslandsaufenthalte. Ein Kauf in den ersten drei Monaten wird nicht bezuschusst.
- Ohne Kassen-Vorleistung keine Erstattung. Der Tarif zahlt nur auf die nach GKV- oder Heilfürsorge-Vorleistung verbleibenden Aufwendungen. Verzichtest du auf den Festbetrag, entfällt der Anspruch.
- Zuzahlungen und Mehrkosten ausgenommen. Gesetzliche Zuzahlungen (§ 33 Abs. 8 SGB V) und Mehrkosten bei Bezug außerhalb der Kassen-Vertragspartner sind nicht erstattungsfähig — kaufe also beim Vertragsakustiker deiner Kasse.
- Höchstbeträge können angepasst werden. Das Tarifblatt enthält eine Leistungsanpassungsklausel: Mit Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders können Höchstbeträge geändert werden. Unsere Zahlen gelten mit Stand 10.08.2026.
- Kein Online-Rechner, kein Online-Abschluss. Für den Tarif AE gibt es keine öffentliche Abschlussstrecke — Beitrag und Abschluss laufen über ein individuelles Angebot.
Für wen sich der Tarif AE eignet
Interessant ist der Tarif vor allem, wenn du das hohe Jahresbudget wirklich nutzen kannst: bei wiederkehrenden Hilfsmittel-Kosten oder geplanter Versorgung mit Geräten der Mittelklasse — und als eine der wenigen Optionen auch bei Anspruch auf freie Heilfürsorge. Weniger geeignet ist er, wenn du sofortigen Schutz ohne Wartezeit brauchst oder ein Premium-Gerät weit über dem Budget planst. Mehr zur Produktkategorie liest du im Ratgeber zur ambulanten Zusatzversicherung.
Tarif AE im Vergleich zu NÜRNBERGER, DKV und HanseMerkur
In unserem Kern-Vergleich stehen drei Krankenzusatztarife mit Hörgeräte-Leistung — alle mit verifizierten Beiträgen. So ordnet sich der Tarif AE ein:
Die NÜRNBERGER Sehen und Hören erstattet 100 % bis 800 € je Ohr alle 36 Monate (ab 9,12 € mtl.) — mehr je Ohr, aber im Mehrjahres-Rhythmus und mit Anfangsstaffel. Die DKV zahlt je nach Stufe 80–100 % bis 600 € je Hörgerät (ab 10,44 € mtl.), die HanseMerkur 100 % nach GKV-Vorleistung, bis 500 € je 60 Monate (ab 7,90 € mtl.). Der Hallesche-Jahresdeckel von 1.100 € ist das höchste bezifferte Jahresbudget — dafür fehlen ein öffentlicher Rechner und ein verifizierter Beitrag, und es gilt die dreimonatige Wartezeit.
Einen pauschal besten Tarif gibt es nicht: Es zählt, was zu deinem Alter, deinem Versorgungsbedarf und deinem Zeithorizont passt. Die vollständige Gegenüberstellung auf denselben Achsen findest du im Vergleich der Hörgeräte-Zusatzversicherungen.
Ähnliche Tarife im Detail
Krankenzusatz ist kein Geräteschutz
Der Tarif AE beteiligt sich an der Anschaffung deines Hörgeräts — er ist eine Krankenzusatzversicherung. Was danach im Alltag passiert, deckt er nicht: Geht das Gerät verloren, wird es gestohlen oder fällt es ins Waschbecken, leistet kein Krankenzusatztarif. Dafür gibt es die Hörgeräteversicherung als Sachschutz ab rund 3 € im Monat. Beide Produkte ergänzen sich: Der Zusatztarif senkt den Kaufpreis, die Hörgeräteversicherung schützt das bezahlte Gerät danach.
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Schreib uns kurz über das Kontaktformular: dein Alter, ob AE.2 oder AE.3 interessant ist und wann die nächste Hörgeräte-Versorgung ansteht.
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Passt das Angebot, begleiten wir den Abschluss. Nach der dreimonatigen Wartezeit reichst du die Akustiker-Rechnung mit dem Kassen-Vermerk einfach ein.
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Für den Tarif AE gibt es keinen öffentlichen Online-Rechner — wir übernehmen das für dich: Beitrag berechnen, Bedingungen prüfen, ehrlich einordnen. Kostenfrei und ohne Verpflichtung.
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Was zahlt der Hallesche Tarif AE für Hörgeräte?
In den Stufen AE.2 und AE.3 erstattet der Tarif 100 % der Aufwendungen, die nach der Vorleistung der gesetzlichen Kasse oder der freien Heilfürsorge übrig bleiben — bis zu insgesamt 1.100 € jährlich. Hörgeräte sind im Tarifblatt ausdrücklich als Hilfsmittel aufgezählt (Tarifblatt PM 51u, Fassung Januar 2021).
Leistet auch die Stufe AE.1 für Hörgeräte?
Nein. In der Leistungstabelle des Tarifblatts hat die Zeile Hilfsmittel nur bei AE.2 und AE.3 einen Haken. Wer den Tarif wegen der Hörgeräte-Leistung wählt, braucht also mindestens die Stufe AE.2.
Was kostet der Tarif AE im Monat?
Der Beitrag ist individuell — einen öffentlichen Online-Rechner gibt es für den Tarif AE nicht. Wir erstellen dir ein unverbindliches Angebot mit dem konkreten Beitrag für AE.2 oder AE.3 und ordnen ihn gegenüber den Alternativen ein.
Gibt es eine Wartezeit?
Ja. Im Tarif ist die Wartezeit nicht erlassen, es gilt die allgemeine Wartezeit von drei Monaten nach § 3 MB/KK 2009. Ein Hörgerät, das du in den ersten drei Monaten kaufst, wird also noch nicht bezuschusst — früh abschließen lohnt sich.
Muss die Krankenkasse zuerst zahlen?
Ja. Erstattet werden nur die nach der GKV-Vorleistung (oder der freien Heilfürsorge) verbleibenden Aufwendungen — ohne Vorleistung entfällt die Erstattung. Gesetzliche Zuzahlungen nach § 33 Abs. 8 SGB V und Mehrkosten bei Bezug außerhalb der Kassen-Vertragspartner sind nicht erstattungsfähig.
Gilt der Höchstbetrag je Ohr?
Nein. Die 1.100 € gelten insgesamt pro Jahr — für alle Hilfsmittel zusammen, nicht je Ohr und nicht je Gerät. Auch eine beidohrige Versorgung im selben Jahr schöpft aus demselben Topf.
Reichen 1.100 €, um die Versorgungslücke zu schließen?
Oft ja: Bei einem Gerät für 1.500 € deckt das Budget den Eigenanteil von etwa 815 € nach Kassen-Festbetrag vollständig. Bei Premium-Geräten für 3.500 € je Ohr bleibt trotz der 1.100 € ein spürbarer Rest bei dir.
Kann sich der Höchstbetrag ändern?
Ja. Das Tarifblatt enthält eine Leistungsanpassungsklausel: Höchstbeträge können mit Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders angepasst werden. Unsere Angaben gelten daher mit Stand 10.08.2026 — maßgeblich sind immer die aktuellen Bedingungen deines Vertrags.
Kann ich den Tarif AE online abschließen?
Nein. Für den Tarif AE gibt es keinen öffentlichen Online-Rechner und keine Online-Abschlussstrecke. Der Weg führt über ein Angebot: Wir berechnen den Beitrag für dich und begleiten den Abschluss — unverbindlich und kostenfrei.
Ersetzt der Tarif AE eine Hörgeräteversicherung?
Nein. Der Tarif AE ist eine Krankenzusatzversicherung und beteiligt sich an der Anschaffung. Verlust, Diebstahl oder Beschädigung nach dem Kauf deckt nur eine Hörgeräteversicherung ab, die es ab rund 3 € im Monat gibt. Beide Produkte ergänzen sich.